Wasserkefir selbst machen — in 3 Schritten
Wasserkefir war für mich der erste fermentierte Drink, den ich wirklich regelmäßig gemacht habe. Kein Kombucha-Aufwand, kein SCOBY, der gepflegt werden muss.
Einfach ansetzen, 48 Stunden warten, fertig.
Das Schöne daran:
Die Kefirkristalle vermehren sich von selbst. Wer einmal startet, hat dauerhaft etwas davon.
Warum Wasserkefir für Frauen mit Endometriose interessant sein kann.
Wasserkefir enthält lebende Milchsäurebakterien, die das Darmmikrobiom unterstützen können.
Ein ausgeglichenes Mikrobiom wird in der Forschung zunehmend im Zusammenhang mit dem Östrogenstoffwechsel diskutiert.
Milchfrei und für die meisten Menschen gut verträglich, man sollte mit einer kleinen Menge beginnen und langsam erhöhen.
Kaum Zucker im fertigen Getränk, der wird beim Fermentieren fast vollständig abgebaut.
Zutaten (für ca. 750 ml):
Zubereitung:
– 50 g Wasserkefirkristalle
– 750 ml gefiltertes oder abgestandenes Leitungswasser (kein Chlorwasser direkt vom Hahn)
– 40 g (Rohr-)Zucker oder Rübenzucker
– 2 getrocknete Feigen oder Datteln (ungeschwefelt)
– 1 Scheibe Bio-Zitrone
– Optional: 1 Prise Meersalz für Mineralien
- Ansetzen: Zucker im Wasser auflösen (kurz umrühren, kein Kochen notwendig). Kefirkristalle, Feigen und Zitronenscheibe ins Glas geben, Zuckerwasser darübergießen.
- Fermentieren lassen: Glas locker abdecken — ein Tuch oder Deckel ohne feste Abdichtung reicht. 48 Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen (ca. 20–22°C optimal). Nicht in die Sonne stellen.
- Abseihen und genießen: Kefir durch ein Kunststoffsieb abseihen (kein Metallsieb — das schadet den Kristallen). Kristalle kurz abspülen und direkt für den nächsten Ansatz verwenden. Fertig zubereiteten Kefir in eine Flasche füllen und kalt stellen.
Zutaten im Fokus:
Kefirkristalle – lebende Bakterien- und Hefekulturen in einer Polysaccharidstruktur, sie vergären den Zucker und produzieren dabei Milchsäure, CO2 und kleine Mengen Alkohol (unter 0,5%).
Rohrzucker – dient ausschließlich als Nahrung für die Kulturen — der Großteil wird während der Fermentation abgebaut, im fertigen Getränk ist kaum noch Zucker enthalten
Getrocknete Feigen oder Datteln – liefern Mineralstoffe (v.a. Kalzium), die die Kefirkristalle für ihr Wachstum brauchen
Zitronenscheibe – senkt den pH-Wert leicht und schafft damit eine günstige Umgebung für die Fermentation
Gefiltertes Wasser – Chlor aus dem Leitungswasser kann die empfindlichen Kulturen beeinträchtigen, kurz abstehen lassen oder filtern reicht
Wo bekommt man Kefirkristalle? In Reformhäusern, Online-Shops (z.B. Fairment, Keimling) oder oft auch über lokale Tauschgruppen — wer Kristalle hat, gibt sie gerne weiter, weil sie sich sowieso vermehren.
Pro Glas (200 ml): ca. 20–35 Kalorien, 4–8 g Kohlenhydrate (je nach Fermentationsdauer), 0 g Fett, Spuren Protein
